Qibao

Samstag, 27.09.2014

Qibao ist eine Kanalstadt, die von der Tongji Universität mit der Metro innerhalb von 45min gut erreichbar ist.
Effektiv besteht sie aus einem Kanal und einer Hand voll kleinen Gässchen mit Essensständen, die allerlei Sonderbarkeiten führen wie z.b. die Haut eines Schweinegesichts. In manchen Geschäften kann man den Herstellungsprozess von Nudeln live miterleben. Ein Zauberer, der Eier ausspuckt, ist ebenfalls unterwegs.
Um die gesamte Gegend einmal anzuschauen sollte man mindestens eine bis 5 Stunden einplanen.

Yuyuan-Garten und Chinesische Altstadt von Shanghai

Freitag, 26.09.2014

Shanghai ist die wohl modernste Metropole von ganz China, doch was die Stadt wahrscheinlich am meisten auszeichnet (und auch einer der Gründe war, warum ich unbedingt hierhin wollte) sind ihre Gegensätze. In keiner anderen Stadt der Welt ist eine solche Koexistenz der extremen Moderne und des Historischen vorhanden.
Besonders klar wird das einem in der chinesischen Altstadt von Shanghai, in deren Mitte sich der Yuyuangarten erhebt.
An nahezu allen Punkten in diesem historischen Viertel kann man einen Blick auf den Shanghai Tower, das Financial Center, den JiMao Tower oder den Pearl Tower werfen. In den vielen kleinen Gassen reihen sich die Stäbchen-, Tee- und Essensläden aneinander und das typische Handeln in China ist wie auf jedem Markt allgegenwärtig.

Der Yuyuangarten ist ein Zentrum der Entspannung und Erholung mitten in der Großstadt. Auch wenn er nicht sonderlich groß ist kann man sich schnell verlaufen, wenn man den Aufbau nicht kennt, aber gerade das macht den Garten zu dem, was er ist: eine Oase der Natur. Durchzogen von einem Fluss-/Teichsystem mit Kois und Karpfen in allen Größen und Farben und durchsetzt mit Pagoden und Gingko-, Bananenbäumen und anderen Stauden kann man hier gut und gerne einen ganzen Nachmittag verbringen (wenn man die Ruhe mitbringt).

Dreimal am Tag gibt es außerdem in einem besonders versteckten Teil des Gartens ein chinesisches Konzert mit Porzellanglocken und anderen Instrumenten, das sich lohnt genossen zu werden.

Beijing

Montag, 22.09.2014

Von Shanghai mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach Beijing (Maximal 308 kmh, dafür aber für längere Zeit --> 5:30 Stunden für 1100km!)
In Beijing haben wir einmal das Pflichtprogramm absolviert:
1. Tag:
7:00 Uhr Abfahrt in Shanghai14:00 Uhr Ankunft im Hostel in Beijing (perfektes Wetter, aber versmogter als in Shanghai)

15:00 Uhr Verbotene Stadt - Genial!

19:00 Uhr 10 Gänge Menü im 'the orchid' von 'the black-seasom-kitchen' - unglaublich lecker, vor allem die Nachspeise: Süßkartoffeln in Karamellmantel mit Black-Seasome-Eis
23:00 Uhr Rückfahrt: in Beijing erstaunlich schwierig ein Taxi zu bekommen, da sehr begehrt und nur begrenzt vorhanden. Wenn doch mal eins anhält wird man schnell übers Knie gelegt und sie verlangen Pauschalpreise!)

2. Tag:
9:00 Uhr Abfahrt zur großen Mauer mit dem Bus Nummer 916 (glaube ich..), danach mit einem Kleinbus für 7 Personen weiter
Es steht eine Gondel, ein Sessellift und der Fußweg nach oben zur Auswahl, wobei die ersten beiden nicht unbedingt notwendig sind und verhältnismäßig teuer (130 Yuan). Überall sind sehr viele Menschen, aber die Mauer ist gut erhalten und man kann Bilderbuchfotos machen. Teilweise gibt es auch spontane Aufführungen chinesischer Opern auf der Mauer.

17:00 Uhr Rückkehr und Bummeln in den Hutongs
Direkt am See im Herzen Beijings entlandschlendern und nebenbei immer wieder an Essensständen und Krimskramsläden was anschauen bzw. kaufen gehen. Besonders am Abend ist die Gegend genial, da am gesamten Ufer Bars, Kneipen und Restaurants beleuchtet sind, in denen häufig Livemusik gespielt wird. Unbedingt mitnehmen!!!

20:00 Uhr Pekingente essen!
eine reicht gut für 2 Personen! die Originale ist sehr, sehr lecker und ein Muss, wenn man in Peking ist - preislich beginnt es bei 130Yuan, kann aber sehr schnell auch die 200Yuan Marke pro Ente knacken - aber das ist es wert!

3. Tag:
10:00 Uhr Sommerpalast: Weitläufiger Garten mit chinesischen Palästen, Pavillons und Wegen. Von einem Berg aus kann man den gesamten See überblicken.
Unbedingt genug Zeit mitbringen! 3 Stunden reichen gerade so, wenn man einen kleinen Teil schnell durchwandert, aber da es ein Ort der Ruhe (trotz der Menschenmassen besonders am Wochenende) ist, lohnt es sich auf jeden Fall!

14:00 Uhr Auf zum Essensmarkt (in der Nähe vom East Tiananmenplatz) - hier gibt es alles, was das Herz begehrt: Tee, Nudeln, Fleischspieße, Oktopusse, Scorpione, Maden, und und und!
(Scorpion schmeckt erstaunlich gut! Man muss sich einfach mal dazu überwinden und dann erinnert es stark an Chips und fritiertes Hühnchen)

17:00 Uhr Rückfahrt nach Shanghai
Dort angekommen mussten wir, da Metro und Bus nicht mehr fahren um die Uhrzeit, knapp eine Stunde auf ein Taxi warten, obwohl im Sekundentakt neue gekommen sind - die Menschenmengen waren überwältigend.

Auf nach Shanghai

Donnerstag, 04.09.2014

Hallo Leute,
ich bin Maschinenbau-Student der Technischen Universität München und werde das nächste Semester in Shanghai, dem sogenannten Paris des Ostens und dem New York der 70er Jahre, verbringen.
Los gehts am 4. September.
Mein Emirates-Flug führt mich mit dem größten Passagierjet der Welt, dem A380, und der Boing 777 von München über Dubai nach Shanghai (den Burj Kalifa kann man leider nicht wirklich vom Internationalen Flughafen in Dubai erkennen..).

Angekommen in dieser hypermodernen Supercity (25 Mio. Einwohner!!!) verschlägt es mir erst mal im wahrsten Sinne des Wortes den Atem. Die schwüle, schwere Luft erdrückt einen förmlich und das atmen fällt einem schwer. Als jemand, der aus einer beschaulichen Kleinstadt Oberbayerns kommt und Smog als solches nicht wirklich kennt, sitzt der Schock zunächst tief, doch zum Smog später mehr. ;)
Meine Ankunft am Flughafen war um kurz vor Mitternacht, sodass ich leider nicht mehr den Maglev (den schnellsten Zug/Transrapid der Welt) und auch die Metro bzw. den Bus nicht nutzen konnte. Stattdessen war ich auf das Taxi angewiesen.

Achja - Chinesisch kann ich übrigens leider abgesehen von den Basics wie z.b. ni hao nicht sprechen, aber das ändert sich hoffenlich im Laufe des Semesters. :D
Raus aus dem Flughafen, rein ins Taxi und ab zum Hostel - soweit der Plan, aber die Wirklichkeit sieht leider ganz anders aus. Vorm Terminal hat sich bereits eine riesige Menschenmenge gebildet, die alle nur eins wollen: ein Taxi. Nach knapp einer Stunden warten und einer dank zig missachteten Verkehrsregeln, fehlenden Sicherheitsgurten und unzähligen verbalen Verständigungsproblemen teils abenteuerlichen Fahrt komme ich endlich im versteckt gelegenen Hostel an (Mingtown Etour Youth Hostel in der Nähe vom People's Square)  und versuche, mich auf einer 3 cm dicken "Matratze", die gefühlt gar nicht erst vorhanden ist, von der strapazösen Reise zu erholen.
Morgen gehts um 8 Uhr los. ;)

Bald geht es los

Samstag, 30.08.2014

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.

Vorbereitungen für die Reise:
- Impfungen (bis zu 3 Monate vorher!)
- Visa (etwa 1 Monat vorher)
- Kopie aller wichtigen Dokumente (von Reisepass unbedingt mehrere und gute Kopien inklusive Visa!)
- Reiseapotheke (wenn möglich auch was gegen Magen-Darm-Probleme mitnehmen, z.b. Antibiotika gegen Bakterien, da das ungewohnte Essen auf der Straße schnell zu Unannehmlichkeiten führen kann)
- ganz banal: eine Rolle Toilettenpapier ;) wenn ihr hier seit, werdet hier an einigen Orten froh sein, wenn ihr was dabei habt ;)
- Reiseführer, Karten, Metroplan
- Zieladresse in CHINESISCHEN ZEICHEN (nur wenige können hier gut genug Englisch sprechen, um dich zu verstehen!)
- Kleidung wie z.b. je nach Bedarf eine oder mehr Wechselunterwäsche :P Bei Emirates darf man 30 kg + 7 kg Handgepäck mitnehmen - pack also ruhig genug ein. ;) (im Sommer ist es sehr warm, der Herbst ist angenehm mild und der Winter selbst in Gebäuden verdammt kalt!)
-etc.